In der Labormedizin haben Geschlecht, Alter, soziale und kulturelle Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die Messwerte. Das Gesundheitswesen zeigt eine starke Tendenz zu personalisierter Medizin und Medikation auf, während die Gesellschaft einen zunehmend individualisierten Lebenswandel pflegt. Wahlfreiheit wird zum obersten Gebot, gleichzeitig steigen Durchschnittsalter und Lebenserwartung.
Der wohl am stärksten automatisierte Bereich im Gesundheitswesen ist die Labormedizin. Das Untersuchungsmaterial steht in der Regel leicht zur Verfügung, Antworten erhält man in immer kürzerer Zeit. Möglich ist das dank einer hochdynamischen technischen Entwicklung. Die Spannweite der Geräte reicht von komplexen Laborstrassen mit Tausenden Analysen pro Tag bis zu speziellen Apps für Smartphones.
Zukunftsmodelle Es sind grosse Herausforderungen, die vom Grundversorger bis zum Spezialisten das Gesundheitswesen dominieren werden. Die Mittel werden knapper, deren Steuerung immer wichtiger. DRG, E-Health, Managed Care sind Modelle, die nur funktionieren können, wenn die Fakten klar und die Grundlagen – also die Daten – transparent sind.
Zahlen und Fakten
Wie kann ein Bereich, der nur 3% der Gesundheitskosten verursacht, in bis zu 60% aller klinischen Diagnosen zu effizienten Ergebnissen führen?
Wie kommt es, dass eine Routine-Laboranalyse den DRG-Behandlungspfad aufzeigen kann?
Was hat die Gurke mit dem Schwein, die Grippe mit dem Vogel gemeinsam?
Diese und weitere Fragestellungen werden am Swiss MedLab-Kongress währen drei Tagen aus verschieden Perspektiven beleuchtet.